Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne

eine Geschichte

Die Österreicherin Barbara Meisl und die Schweizerin Graziella Ramponi Najai hatten gerade ihr Studium in ihrer Heimat abgeschlossen als sie nach Thailand kamen, um Erfahrungen als freiwillige Helferinnen zu sammeln.

Die beiden lernten sich im Oktober 2007 in Mae Sai kennen, der nördlichsten Stadt Thailands. Sie waren fasziniert von der schönen Natur, dem Leben, das sich hauptsächlich draußen abspielt, den Märkten und all den neuen Gerüchen sowie den Menschen, die so oft ein Lächeln auf den Lippen haben.

In Mae Sai stießen sie auf Dam, einen sechsjährigen Jungen, der sehr krank war. Barbara und Graziella wussten damals noch nicht, wie sehr diese Begegnung ihr Leben und das von vielen anderen thailändischen Kindern verändern würde.

„Während unseres Volunteereinsatzes ist uns ein Junge begegnet, der sehr krank war und um den sich niemand kümmern konnte. Wir haben uns dann umgeschaut, ob es irgendwo eine Institution gibt oder ein Heim, ein Ort, wo er hingehen könnte. Aber es hat sich niemand bereit erklärt, den Jungen aufzunehmen oder ihm zu helfen.“

Graziella Ramponi Najai | BAAN DOI Mitbegründerin

„Wegen dem Stigma und der Diskriminierung, aber auch weil es damals keine entsprechenden Einrichtungen gab, waren die Kinder oft alleingelassen und ohne adäquate Betreuung.“

Saowaluk Janwong | BAAN DOI Mitbegründerin

„Und dadurch ist dann eigentlich die Idee entstanden, etwas für Kinder zu machen, die ein ähnliches Schicksal haben wie er, und niemanden mehr haben, der sich um sie kümmert und für sie Verantwortung übernimmt.“

Barbara Meisl | BAAN DOI Mitbegründerin und Leiterin

Die Idee dann aber auch wirklich umzusetzen, wäre ohne die Hilfe und Unterstützung von Saowaluk Janwong, genannt Pi Ae, nicht möglich gewesen. Pi Ae war die erste Thailändisch-Lehrerin von Barbara und Graziella. Sie hat ihnen aber nicht nur Thai beigebracht, sondern auch ganz viel Wissen über Kultur und Traditionen in Thailand vermittelt. Und sie hat ihnen die Augen geöffnet für die zum Teil extrem schwierige Situation der Kinder hier im Norden von Thailand, wo Armut und Staatenlosigkeit zur Bedrohung durch Menschenhandel führt.

Pi Ae hat Barbara und Graziella bestärkt und Mut gemacht, diesen Schritt zu wagen. Sie hat von Anfang an bei der Umsetzung der nötigen behördlichen Formalitäten geholfen, wie z.B. Landkauf und Registrierung als Stiftung. So war es auch ein logischer Schritt, dass sie seitdem ein wichtiges Mitglied im Vorstand der BAAN DOI Stiftung ist.

Mittlerweile bilden Barbara, Graziella und Pi Ae das BAAN DOI Management Team.

Graziella: “Wenn wir die Kinder nicht aufgenommen hätten, hätten sie keine Zukunft gehabt, manche wären vielleicht sogar gestorben.“

Barbara: „Schulen oder Krankenhauser oder Gemeinden sehen sich dafür nicht verantwortlich. Und das ist auch, was mich so verwundert oder in manchen Fällen verärgert hat, dass die Menschen einfach wegschauen.“

Graziella: „Wir konnten nicht einfach wegschauen und die Kids sich selbst überlassen, sondern wir wollten was tun und wir haben gesehen, wir müssen helfen.“

Barbara: „Uns war bewusst, dass die Kinder ohne uns keine Zukunft haben. Und wir wollten den Kindern eine neue Familie bieten.“

Pi Ae: „Damals habe ich erkannt, dass Barbara und Graziella nicht nur das Herz, sondern auch den nötigen Verstand und einen starken Willen hatten, ein Waisenheim aufzubauen. Ich habe gesehen, wie gut sie sich in die thailändische Gesellschaft einfügen können. Zudem konnte ich ihnen vertrauen. Und natürlich habe ich auch die Notwendigkeit erkannt, dass etwas für diese Kinder getan werden musste. So konnte ich einen Beitrag für die thailändische Gesellschaft leisten indem ich ihnen geholfen habe, wo ich konnte.“

 

Nach dem Kauf des Grundstücks wurden die ersten Gebäude mithilfe vieler Freunde und Verwandte gebaut. Im Jahr 2009 zogen Barbara und Graziella mit den ersten vier Kindern ein. Finanziert wurde das Ganze einerseits mit Privatkapital, andererseits mit Spenden von Firmen und der großartigen Unterstützung vieler Menschen vor allem aus Österreich, Deutschland und der Schweiz, aber auch aus der ganzen Welt.

Die Gründung eines thailändischen Trägervereins und der Anerkennung der BAAN DOI Stiftung durch den thailändischen Staat waren weitere wichtige Schritte auf dem Weg.

Durch den großen Einsatz von Barbara, Graziella und Pi Ae, der MitarbeiterInnen, der Volunteers und der Unterstützer aus der ganzen Welt ist aus der Vision Realität geworden. BAAN DOI ist nicht nur ein sicherer Platz und liebevolle Betreuung für die Kinder im Waisenheim, sondern bietet auch Beratung und Unterstützung für unterpriviligierte Waisenkinder, die noch einen sicheren Platz bei ihren Verwandten finden.

Darüber hinaus entwickelt sich BAAN DOI weiter. So ist im Moment ein Präventions- und Ausbildungszentrum im Entstehen. Für die vielen unterpriviligierten Kinder und Jugendlichen der nächste Schritt zu einer Chance auf ein normales, in die thailändische Gesellschaft integriertes Leben.

Gib uns dein Like auf Facebook

Baan Doi – Kinderhaus am schönen Berg

396 M. 3, Pong Ngam, Mae Sai
Chiang Rai 57130

THAILAND

info@baandoi.org

Pin It on Pinterest

Share This